|
Deutsches Atlantikwall-Archiv
|
|
Stand 20.10.2009
In Deutschland von der nationalsozialistischen Propaganda als 'Westwall' tituliert, zogen sich dessen betonierte Anlagen auf einer Länge von etwa 630 km von Kleve (Rindern) im Norden entlang der deutschen Reichsgrenze über Aachen, quer durch die Eifel, entlang der Saar und des Hunsrücks, quer durch den Pfalzwald und dann entlang des Rheins bis Weil am Rhein (gegenüber von Basel). Ein kleines Stück wurde er von dort bis nach Riedmatt (Rheinfelden) nach Osten gezogen.
Die verschiedenen Bauphasen des WestwallsIn den wenigen Jahren seiner Bauzeit 1936 bis 1940 trug man der gesteigerten Angriffswaffenwirkung Rechnung, indem immer weiter verstärkte Anlagenentwürfe verschiedener Bauprogramme in unterschiedlichen Ausbaustufen zur Anwendung kamen. Innerhalb kürzester Zeit entstanden durch die perfektionierte Anwendung der sogenannten 'Regelbautechnik', die eine Herstellung im Fließbandverfahren ermöglichte, tausende von Bunkerbauwerken. Man machte sich hierbei die Erfahrungen von Standardisierungen aus dem I. Weltkrieg und von Versuchsbauten zunutze, die man vor allem im Osten als erste Sperrlinien erstellte. Im Gegensatz zu den grob linearen Verteidigungsstellungen anderer Länder waren die Kampfstände des Westwalls stärker in der Tiefe des Festungskampffeldes gestaffelt und bestanden hauptsächlich aus einzelnen Kampf- oder Schutzanlagen. Eine Ausnahme davon bildeten die B-Werke, die mehrere Waffen in einem Bauwerk vereinten und auf den Erfahrungen mit dem Bau der Anlagen im Osten Deutschlands fußten. Geplant wurden diese Anlagen von einer speziellen Truppengattung, den Festungspionieren.
Angriff auf den WestwallOb der Westwall auf dem Höhepunkt seiner Bautechnik jemals einem konzentrischen Angriff standgehalten hätte, bleibt Spekulation. 1944 jedenfalls, als amerikanische Streitkräfte zum ersten Mal Berührung mit dessen Verteidigungsanlagen bekamen, konnte der Westwall nicht mehr als vollwertig bezeichnet werden: die Anlagen waren taktisch veraltet, waffentechnisch zugunsten des Atlantikwalls ausgeschlachtet und die vorgesehene Besatzung war alles andere als motiviert.
In unseren DAWA Nachrichten versuchen wir, noch vorhandene, meist gut im Dickicht
versteckte Reste dieser einst als unbezwingbar geltenden Befestigungslinie aufzuzeigen, um einen
erfolgreichen letzten Besuch dieser
nicht weniger interessanten Anlagen zu ermöglichen. Zur Vertiefung:
Die Westwallseiten werden mit Unterstützung von Daniel Schellenberger zusammengestellt. Fragen, die den Westwall betreffen, sollten direkt gerichtet werden an: (ohne # !) |
|
Senden Sie Ihre E-Mail mit Fragen oder Kommentaren an:
Harry.Lippmann@deutschesatlantikwallarchiv.de
|