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Deutsches Atlantikwall-Archiv
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Das Percée und die Vire-MündungDie Viremündung lag zwischen den beiden Landeabschnitten UTAH und OMAHA. Um eine Vereinigung der beiden Landeköpfe zu verhindern, wurden in dem zumeist geflutetem Gelände neben den bodenständigen Truppen der wenigen Widerstandsnester Fallschirmjäger eingesetzt, die sich erbittert gegen die Landungskräfte der Amerikaner zur Wehr setzten.
Vor allem der Großraum Carentan hatte als Scharnier zwischen dem Cotentin und dem Calvados einen großen strategischen Wert. Diesen Kämpfen ist ein noch junges Museum bei St. Côme-du-Mont gewidmet. Die musealen Stücke beschränken sich auf einige Vitrinen im 1. Obergeschoß. Im Erdgeschoß können Militaria-Freunde ihrem Kaufrausch frönen. Im Shop wird fast alles verscherbelt, was irgendwie zu Ausrüstungsteilen beider Kriegsgegner zählte. Vor allem Uniformen kann man hier erstehen. Seit 2006 gibt es westlich des Landeabschnittes OMAHA zudem ein weiteres Freilichtmuseum. Südwestlich von Grandcamp-Maisy wurden die Reste der Heeresküstenbatterie S 83H (Gemarkung Les Perruques) freigelegt, das Terrain eingezäunt und zum Museum deklariert. Auch wenn der Besitzer zum Teil interessante Theorien über den Bau, die Größe, den Werdegang und den Endkampf am 9.6.1944 um diese Stellung zum Besten gibt - es handelt sich dabei "nur" um offen aufgestellte Geschütze im Rahmen einer ganz normalen Batteriestellung.
An vollfestungsmäßigen Bauwerken bietet die Batterie immerhin zwei begehbare R 622 (Doppelgruppenunterstände) und einen R 502 als Batteriegefechtsstand.
Zwei Sonderkonstruktionen dienten als Munitionsauffüllräume. Einen ausführlichen Bericht über diese Stellung haben wir in unserem Januarheft 2008 der DAWA Nachrichten gebracht (Heft 51). Am Strand im Vorfeld dieser Batterie wurde der östliche Bereich der Vire-Mündung von Strandwiderstandsnestern geschützt, die nur wenige hundert Meter voneinander entfernt lagen.
Meistens waren die Widerstandsnester am Ostufer der Viremündung mit einem R 612 (Stand für Feldgeschütz) oder mit einem Doppelschartenstand für 5 cm Kwk ausgestattet. Im Gegensatz zum Westufer fällt dieser Abschnitt zwar auch bei Ebbe völlig trocken, weist aber einen felsigen Untergrund auf. Kleineren Landungsbooten wäre eine Anlandung mithin bei Flut möglich gewesen.
Den Besatzungen der deutschen Festungswerke standen lediglich feldmäßige Unterstände zur Verfügung, die Nahsicherung wurde durch vereinzelte Ringstände gewährleistet.
Mitten in den Poldern der Viremündung gab es mehrere kleine Widerstandsnester, die die Deichkronen, die Siele und die Zufahrtswege zur Mündung schützten. Westlich der Viremündung beginnt der Stellungsbau eigentlich erst bei Le Grand Vey, dem W 01 der östlichen Cotentin-Küste. Dieses Widerstandsnest sollte vor allem die dortige Strandzufahrt schützen und einen flankierenden Angriff aus dem Bereich der Vire-Mündung verhindern.
Zur Vertiefung:
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