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Deutsches Atlantikwall-Archiv
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Landeabschnitt UTAHDie Küstenzone nordwestlich der Viremündung ist von langen Sandstränden gekennzeichnet. Entlang der Küstenlinie führte schon 1944 eine Straße nach Norden. Alle paar Kilometer zweigt hiervon eine Stichstraße ins zunächst flache und während der Kriegszeit überflutete Hinterland ab. An diesen Strandzugängen waren die deutschen Widerstandsnester positioniert - die Zwischenräume wurden durch zwar relativ schwache Infanteriehindernisse gesichert, aber von flankierend eingesetzten Schartenständen benachbarter Stützpunkte gedeckt. Die isoliert liegenden WN, obwohl stärker armiert als die vom OMAHA-Strand, konnten in der ersten Phase der Landung durch die in vorderster Linie eingesetzten Kampfwagen relativ schnell niedergekämpft werden, wozu auch gezielte Jagdbomberangriffe beitrugen. Vielleicht war es ein Glück für die US-Truppen, daß die Landungseinheiten der ersten Welle durch einen Navigationsirrtum einige Kilometer zu weit südlich abgesetzt wurden - im Bereich des Widerstandnestes W 5 bei La Madeleine.
Problematisch für die Organisation der Landung war das anschließende Verteilen der Sturmtruppen auf die wenigen landeinwärts über Fahrdämme liegenden Straßen, die von den Höhen im Inland - auf der die deutsche Artillerie stationiert war - gut eingesehen werden konnten. Vorausschauenderweise wurden daher US-Fallschirmjäger an neuralgischen Punkten des Hinterlandes abgesetzt, um eine Entfaltung der seegelandeten Streitkräfte auf die westlich liegenden Hügel zu ermöglichen. Das Städtchen Sainte Mèrè-Église wurde zum Wahrzeichen dieser Luftlandeoperation. Einige der landeinwärts liegenden Batterien sollten bereits in der Nacht zum 6. Juni durch luftgelandete US-Truppen niedergekämpft werden. Besonders die beiden Batterien Marcouf/Crisbeq und Azeville waren dem alliierten Oberkommando als Gefahr für die Seestreitkräfte ein Dorn im Auge [2, 5].
Der Handstreich auf beide Batterien mißlang. Dieser Fehlschlag war nicht nur auf das falsche Absetzen (schlechte Absprungbedingungen in der Nacht), sondern auch auf die Kampfkraft und den Durchhaltewillen beider Batteriebesatzungen zurückzuführen. Als nach mehreren Tagen heftigster Gefechte die Lage unhaltbar wird, schlägt sich die restliche Besatzung von Marcouf (78 Mann) unter Zurücklassung von 21 Schwerverwundeten und einem Sanitäter durch das Überschwemmungsgebiet zum Artillerie-Gefechtsstand bei La Pernelle durch.
Die ersten Angriffe auf die Batterie am 6.6.1944 erfolgten durch luftgelandete US-Truppen. Bis zum 9.6.1944 hielt die Batterie den täglich erfolgenden Angriffen mittlerweile seitens seegelandeter Kräfte stand. Nach einem Angriff mit Flammenwerfern, der die Bereitschaftsmunition eines Geschützstandes in Brand setzte und zur Explosion brachte, ergab sich die Batteriebesatzung.
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