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Deutsches Atlantikwall-Archiv
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U-Boot-Basis BordeauxStand 30.08.2011 Der letzte U-Boot-Stützpunkt an der Atlantikküste ist Bordeaux. Über den strategischen Wert von Bordeaux für die Kriegsführung im Atlantik war man sich vor allem in den höheren Dienststellen der Marine uneinig. Obwohl südlicher gelegen als etwa La Rochelle, war damit keinerlei Zeitersparnis für auslaufende U-Boote gewonnen. Im Gegenteil, das flache Fahrwasser der Gironde zwang zu manchen Kompromissen, von der geringen Tauchtiefe (Alarmtauchen bei Luftangriffen) einmal ganz abgesehen. Relativiert wurde dieses Manko durch die große Entfernung zu den Horsten alliierter Kampfflugzeuge.
Zunächst war in Bordeaux eine italienische U-Flottille stationiert, die mit bescheidenen Erfolgen einiges den hohen Versenkungsziffern deutscher VIIc-Boote beisteuerte.
Heute hat sich im Werftbunker von Bordeaux ein Museum für Freizeitschiffahrt und im Kraftwerksbunker eine Holzhandlung etabliert. Bis auf diesen mit Werkstätten kombinierten Bunker sind keine größeren Sonderbauwerke mehr in unmittelbarer Nähe zu finden. Auch in Bordeaux mußte geschleust werden, wobei die Einlaufzeiträume wesentlich länger als direkt an der Küste waren. Der hier geplante Schleusenbunker wurde nicht fertiggestellt, die bereits betonierten Seitenwände wurden direkt nach Kriegsende vollkommen abgerissen.
Alle Bauwerke auf dem Stützpunktgelände befinden sich in Privatbesitz und können öffentlich nicht besichtigt werden, sieht man einmal vom Museumsbesuch ab.
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