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Deutsches Atlantikwall-Archiv
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Stand 24.05.2009
Wer von Finnland aus einreist und das Nordkapp zum Ziel hat, muß das Örtchen Lakselv passieren. Schon früher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, wurden die umliegenden Straßen mittels mehrerer Widerstandsnester relativ stark gesichert. Schwerpunkte waren der Vorort Nyby im Osten, der Fliegerhorst Banak, das Lazarettdorf Soldatnes im Süden und die die Trasse der heutigen E 6 beherrschende Westhöhe.
Entlang des riesigen Porsangerfjords wälzt sich die Touristenkarawane an seinem westlichen Ufer zum Nordkapp. Die Stops der Fernreisebusse dürften sich von unseren unterscheiden. Während Nordkapp-Touristen schon kurz nach Lakselv, fast noch am Botn, auf einem Parkplatz zum fünfminütigem Fotohalt aus dem Bus geworfen werden, haben wir uns die neuzeitlichen Anlagen am Westhang westlich Lakselv angesehen. Diese sind untergebracht in einer ehemaligen deutschen Stellung, die ihren Ursprung heute nur noch dadurch verrät, daß sich auf der unteren Terrasse Trümmer von Ständigen Anlagen befinden.
Auch den nächsten Touristenhalt ignorieren wir großzügig.
Statt uns die markanten Trollfelsen am (winzigen) Trollsund anzusehen (alternativ kann hier die Reisebegleitung geparkt werden), nehmen wir den nächsten Abzweig nach Sandvik und besuchen die dortige Batterie Billefjord. Zwar sind die Anlagen meistens gesprengt, die Bettungen für die vier 105 mm K 331 (f) präsentieren sich aber gut erhalten.
Es bietet sich ein hervorragender Rundumblick auf den Fjord und es wird klar, warum am Ostufer des Fjords gegenüber die Batterie Börselvnes (4 – 155 mm sFH 414 (f)) etabliert wurde. Hier konnte man mittels Kreuzfeuer den Fjord in seiner Mitte sperren. Letztgenannte Batterie ist noch einigermaßen erhalten, der Weg dorthin per Tagesabstecher von Lakselv aus nach Nord(ost)en ist zügig zu bewältigen und so ganz nebenbei kann man sich noch das Widerstandsnest bei Nyby ansehen.
Haben Sie Ehefrau, Kinder und Mitfahrer nach dem
mehrstündigem (drunter geht's nicht!) Batteriebesuch von den Trollfelsen wieder
abgeholt? Dann geht es zurück zur E 6, aber schon bei Myrset muß wieder rechts
abgebogen werden. Hier findet man noch - kurz nach dem Schrottplatz - Reste
eines ausgedehnten Lagers mit infanteristischer Sicherung des
Vorbei an den Baracken der Marinebatterie Porsanger (3 – 130 mm SK L/55 (r)) geht es bis zum Kap bei Kistrand.
Kenner lassen sich durch den Nebel nicht abschrecken und vertrauen auf die 5 Minuten Sonnenschein pünktlich um Mitternacht.
Sie kommen gerade von Finnland und haben Ihre Uhr noch nicht umgestellt?
Nordkapp-Touristen, die mit dem Schiff 'anreisen', haben diese Nöte nicht. Sie können um Honningsvaag (wenn das Nordkapp mal wieder im Nebel steckt) sogar die Reste des Atlantikwalls besichtigen, die den Hafen schützen sollten.
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