Deutsches Atlantikwall-Archiv

Troms

 

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Stand 24.05.2009

Von Petsamo bis zum Lyngenfjord erstreckte sich der Rückzug der Deutschen 1944. Das entspricht immerhin knapp 1.000 Straßenkilometern.

MKB Lyngen - Geschützbettung des Typs M 153

Ab dem Gebirgszug der Lyngen-Alpen kann man damit rechnen, auf vorwiegend unzerstörte Stellungen zu treffen, es sei denn, daß Bauwerke der Nachkriegsdeminage zum Opfer fielen.

Tromsö ist die erste 'Großstadt' Norwegens. Dementsprechend sind auch die (bunkerfreien) touristischen Angebote, die neben der bekannten Eismeerkathedrale, dem Polarzentrum und unterirdischen Kreisverkehren auch die nördlichste Brauerei umfassen. Caravaner und Wohnmobilisten werden dagegen das Vorhandensein einer Autogas-Tankstelle (ESSO) im Nordosten der Stadt, direkt an der Küstenstraße, zu schätzen wissen. Geheimtip: wer keinen Gastank besitzt, kann im Baumarkt nebenan seine graue (!!) Gasflasche füllen lassen.
 

Eismeerkathedrale  Die nördlichste Brauerei der Welt?! 
 
Der Hafen wurde - lange bevor hier die aus diversen TV-Serien bekannten Kreuzfahrtschiffe für eine touristische Invasion sorgen - von der Kriegsmarine intensiv genutzt. Nicht zuletzt hat er dies seiner geschützten Lage und seinen verschiedenen Zufahrtswasserwegen zu verdanken.

 

Ringstand am Grötsund, der nördlichen Zufahrt nach Tromsö


Die bereits angeschlagene TIRPITZ wurde auf der Reede von Tromsö vor der Insel Haaköy bis zu ihrer endgültigen Versenkung durch alliierte Bomberkommandos als schwimmende Flakbatterie vertäut.
 

Der Tirpitz-Anleger Gedenktafel

Weiteres über den vernichtenden Luftangriff auf die Tirpitz kann man bei einem Besuch des Küstenartilleriemuseums erfahren, das sich in der Marinebatterie Tromsö Süd etabliert hat. Hier ist übrigens eine ganz seltene Waffe ausgestellt: ein 38cm Raketenwerfer. [1]

 

Museum Tromsö Süd - 105mm SKL/45  Museum Tromsö Süd - 105mm SKL/45
 
In der Region Troms sind die meisten Batterien unverschartet aufgestellt gewesen. Der jeweilige Leitstand ist aber, wie auch in der Finnmark, nach Möglichkeit zumindest in verstärkt feldmäßiger Weise ausgebaut.

Leitstand der MKB Tromsö Süd

 
Tromsö Nord - MG-Bunker neuer Art Der Wichtigkeit des Hafens entsprechend ist das norwegische Militär noch heute befestigungstechnisch allgegenwärtig. Die Unterscheidung zwischen originär deutschen und nach 1945 erstellten Anlagen fällt oft schwer.

 

Zur Vertiefung:

[1]  DAWA Nachrichten 38 - Raketenwerfer RW 300 / 38cm  RAg M43
[2] DAWA Sonderband 19 - Militärmuseen in Nordeuropa

  

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Stand: 23. Mai 2007